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Impressum

Universitätsklinikum Bonn, AöR
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Direktor: Prof. Dr. A. Hoeft
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Tel.: +49 228 287 0
Web: http://www.ukb.uni-bonn.de

 
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FG Hoeft

Kreislauffunktion
in Anästhesie und Intensivmedizin
-
Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

 

Forschungsschwerpunkte

Messung und Therapie globaler und regionaler Kreislaufparameter

  • Grundlagen der Indikatorverdünnungsmethodik
  • Erweitertes hämodynamisches Monitoring
  • Hepatischer und zerebraler Blutfluss

 

Perioperatives Volumenmanagementmet

  • Messungen volumetrischer und dynamischer Parameter des Volumenstatus
  • Volumenttherapie in der Abdominalchirurgie
  • Klinische Studien zum Volumenmanagement

 

Konzept und mittelfristige Planung

Das erweiterete hämodynamische Monitoring umfasst die Messung von Parametern der globalen und regionalen Perfusion, die mit der routinemässigen Überwachung (EKG, Pulsoxymetrie, direkte oder indirekte Blutdruckmessung, zentraler Venedruck) nicht erfasst werden.

Das klassische Verfahren ist die Indikatorverdünnung, bei der nach Injektion eines Indikators dessen Konzentrationsverlauf im Blut gemessen wird und daraus Parameter der globalen Konzentration berechnet werden.

Prof. Hoeft ist einer der massgeblichen Entwickler der Methodik der sog. transpulmonalen Indikatorverdünnung, die heute weltweit eingesetzt wird und die traditionelle pulmonlae Indikatorverdünnung weitgehend ersetzt hat. Die transpulmonale Indikatorverdünnung erlaubt neben der Messung des globalen Herzzeitvolumens auch die Einschätzung des Volumenstatus und, mit Einschänkungen, der Kontraktilität des Herzens.

Neben diesen durch Indikatorverdünnung gemessenen Parametern haben sich in den letzten Jahren auch die sogenannten dynamischen Parameter des Volumenstatus etabliert (Pulsdruck-und Schlagvolumenvariation). Diese Parameter stellen eine quantitative Beschreibung der Interaktion zwischen der Überdruckbeatmung, wie sie während Operationen und teilweise auf der Intensivstation üblich ist, und der Auswurfleistung des Herzens dar.

Die Messung ist jedoch von einer Vielzahl von Voraussetzungen abhängig, z.B. dem Vorhandensein einer direkten Blutdruckmessung und einem regelmässigen Herzrhythmus.

Die FG arbeitet an der Umsetzung von Lösungen, die diese Einschänkungen überwinden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die perioperative Volumenmtherapie. Insbesondere während grosser abdomineller Eingriffe stellt die bedarfsgerechte Gabe von Flüssigkeiten einen wesentlichen Baustein für den gesamten Behandlungserfolg dar. Sowohl zu viel, als auch zu wenig Flüssigkeit kann gravierende Folgen für den Patienten haben. Die FG arbeitet an der Messung des individuellen Bedarfes und der Entwicklung von Therapieprotokollen die helfen sollen bedarfsgerecht Flüssigkeit zu infundieren und den Gesamtbedarf an Flüssigkeit zu senken. Zudem wird in klinischen Studien der Einfluss der Zusammensetzung von Infusionlösungen untersucht.

Neben der Messung und Therapie der globalen Perfusion werden auch Parameter der regionalen Durchblutung weiterentwickelt. Mit Hilfe von Indikatorverfahren lässt sich auch die organspezifische Perfusion quantifizieren, die in speziellen klinischen Situationen von größter Bedeutung sein kann, z.B. im Rahmen eines Druckes im Schädelinneren welche die Versorgung des Gehirnes mit Blut lebensbedrohlich beeinträchtigen kann.

Die FG Hoeft arbeitet an Verfahren zur Messung des cerebralen Blutflusses und zur Sicherung der Perfusion des Gehirnes. Ebenso kann die Durchblutung und Funktion der Leber gemessen werden. Die Verschwinderate des injizierten Indikators ist ein wichtiger Verlaufsparameter, z.B. nach Lebertransplantationen.


Kooperationen:

FG Zenker

FG Ellerkmann/Söhle

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