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Impressum

Universitätsklinikum Bonn, AöR
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Direktor: Prof. Dr. A. Hoeft
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Tel.: +49 228 287 0
Web: http://www.ukb.uni-bonn.de

 
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Zentrum für Rettungs- und Notfallmedizin

 

Träger des öffentlichen Rettungsdienstes

Die Bundesstadt Bonn, vertreten durch das Amt Feuerwehr und Rettungsdienst, ist Träger des öffentlichen Rettungsdienstes in Bonn und hat damit die flächendeckende Versorgung der knapp 320.000 Bonner Einwohner mit den Leistungen des Krankentransportes, der Notfallrettung und des Notarztdienstes sicherzustellen. In über 92 % der über Notruf 112 gemeldeten Notfälle ist das ersteintreffende Fahrzeug innerhalb von acht Minuten im gesamten Stadtgebiet vor Ort - und das an 365 Tagen rund-um-die-Uhr.

Unter Lenkung und Leitung der Feuer- und Rettungsleitstelle in der Hauptfeuerwache am Lievelingsweg 112 (Bonn-Tannenbusch) sind täglich bis zu 15 Rettungswagen, 25 Krankenwagen und 4 Notarzteinsatzfahrzeuge im Einsatz. Die Annahme und Disposition der Notfalleinsätze erfolgt durch Beamte der Berufsfeuerwehr, die neben der Gruppenführerausbildung im feuerwehrtechnischen Dienst auch eine Berufsausbildung zum Rettungsassistenten/Notfallsanitäter absolviert haben.

Aktuell werden in Bonn jährlich rund 75.000 Einsätze im Rettungsdienst absolviert, davon

  • 35.000 Notfalleinsätze (RTW)
  • 30.000 Krankentransporte (KTW)
  • 10.000 Notarzteinsätze (NEF)

 

Zentrum für Rettungs- und Notfallmedizin

Das Universitätsklinikum Bonn und die Bundesstadt Bonn haben gemeinsam das regionale Zentrum für Rettungs- und Notfallmedizin gegründet. Diese öffentlich-rechtliche Institution soll die notfallmedizinische Versorgung durch Verzahnung der Präklinik mit einer Klinik der Maximalversorgung weiter optimieren. Die organisatorische Ansiedelung erfolgt unmittelbar an den Klinischen Vorstand des UKB sowie an das zuständige Dezernat bei der Stadt Bonn. Fachlich erfolgt die operative Anbindung an die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin (KAI) sowie an das Amt 37 - Feuerwehr und Rettungsdienst. Leiter des Zentrums ist Herr Dr. med. Ulrich Heister, Facharzt für Anästhesiologie/ Notfallmedizin, der als Oberarzt der Klinik zugleich der langjährige bestellte Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes (ÄLRD) bei der Stadt Bonn ist.

In dieser eigenständigen Organisationseinheit werden alle Belange des Rettungswesens und der präklinischen Notfallmedizin zusammengeführt. Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören die ärztliche Leitung des Notarzt- und Rettungsdienstes, das Sekundär- und Intensivtransportwesen, die strukturierte Ausbildung der Weiterbildungsassistenten/-innen im Bereich Notfallmedizin, die notfallmedizinischen Lehre, die Initiierung und Koordinierung präklinischer Studien sowie das medizinische Controlling und die Qualitätssicherung.

 

Notfallrettung

Die personelle Besetzung der Rettungswagen (RTW), die auf sechs im Stadtgebiet Bonn verteilten Feuer- und Rettungswachen sowie Rettungswagenstützpunkten stationiert sind, erfolgt durch Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter der Berufsfeuerwehr Bonn sowie der gemeinnützigen Bonner Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD).

Die Besetzung der Notarzteinsatzfahrzeuge  erfolgt durch Fahrer der Berufsfeuerwehr, die ebenfalls als Notfallsanitäter/Rettungsassistenten ausgebildet sind, sowie durch Notärzte/-innen der beiden eingebundenen Krankenhäuser UKB und Johanniter GmbH - Waldkrankenhaus. Alle eingesetzten Rettungswagen sind nach modernen Gesichtspunkten konzipiert und ausgerüstet. Seit 1991 wird unter der wissenschaftlichen Begleitung des UKB eine flächendeckende Frühdefibrillation mit Halbautomaten (AED) durch das nicht-ärztliche Rettungsdienstpersonal durchgeführt, so dass inzwischen in über 1.000 Fällen Patienten/-innen bereits vor Eintreffen des Notarztes defibrilliert und z.T. mit eigenem Kreislauf stabilisiert werden konnten.

Standorte

Bonn-Innenstadt: Feuer- und Rettungswache1 (Lievelingsweg 112, 53119 Bonn)
Bonn-Beuel: Feuer- und Rettungswache 2 (Maarstr. 8-10, 53227 Bonn)
Bonn-Godesberg: Feuer- und Rettungswache 3 (Friesdorfer Str. 160, 53175 Bonn)
Bonn-Hardtberg: Rettungswache 4 (Auf dem Kirchbüchel 4, 53127 Bonn)
Bonn-Venusberg: Rettungswache UKB (Universitätsklinikum Bonn, INZ)
Bonn-Gronau: Rettungswache Johanniter (Johanniter Krankenhaus)

 

Notarztdienst

Die Notarzteinsatzfahrzeuge im Bezirk Bonn-Nord (NEF-Nord und Tages-NEF) sind auf der Feuer- und Rettungswache 1 stationiert und werden ausschließlich durch Ärzte/-innen der KAI besetzt. Das Notarzteinsatzfahrzeug im Bezirk Bonn-Süd (NEF-Süd) ist in Bad Godesberg auf der Feuer- und Rettungswache 3 untergebracht und rückt mit Ärzten/-innen des Waldkrankenhauses aus. Unter Leitung der Anästhesieabteilung (Chefarzt: Dr. H. Busse) und des verantwortlichen Oberarztes Dr. Andreas Viehöfer, zugleich stellvertretender ÄLRD im Bonner Rettungsdienst, beteiligen sich auch noch andere Fachabteilungen am Dienst.

Zusätzlich zu diesen regulär besetzten Fahrzeugen wird an Werktagen ein weiteres NEF vorgehalten, das ggf. mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst sowie Beamten der Feuerwehr bei Bedarf kurzfristig zur Abdeckung von Einsatzspitzen oder bei größeren Schadenlagen ausrücken kann. Ebenso werden bei geplanten Großveranstaltungen (Karneval, Bonn-Marathon, Rhein in Flammen, Rheinkultur, Pützchens Markt, etc.) weitere NEF besetzt.

Darüber hinaus wird der Notarztstandort Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis jeden zweiten Kalendertag mit Ärzten/-innen der KAI besetzt. Die ärztliche Leitung dieses Standortes obliegt ebenfalls dem Leiter des Zentrums für Rettungs- und Notfallmedizin.

 

Sekundär- und Intensivverlegungen

Zur Ergänzung des Primärnotarztdienstes existiert ein organisierter Verlegearztdienst für Interhospitaltransporte. Dieser Dienst wird ebenfalls durch die KAI mit zwei festen Diensten sichergestellt. Mit einer Vorlaufzeit von max. 30 min. stellt die Klinik rund-um-die-Uhr Anästhesisten/-innen ab, die dann anfallende Sekundär- und Intensivtransporte begleiten.

Da es sich z.T. um schwer kranke Intensivpatienten handelt, wurden seitens des städt. Rettungsdienstes spezielle med.-technische Geräte (Zoll X-Serie®, Oxylog 3000®Plus) angeschafft, die ein optimiertes Monitoring mit mehreren invasiven Drücken und moderne assistierte Beatmungsformen nahezu mit Intensivstandard ermöglichen.

 

Großschadenlagen und Massenanfall von Verletzten (MANV)

Zur Bewältigung von Großschadenlagen und dem Massenanfall von Verletzten hat der Träger zahlreiche Vorkehrungen getroffen.

Der Leitende Notarzt (LNA) koordiniert zusammen mit dem ÄLRD die medizinisch-organisatorischen Maßnahmen und ist Teil der Einsatzleitung. Aus einer Gruppe von sieben Fachärzten beider Notarztstandorte mit entsprechender Ausbildung wird täglich ein Rufdienst vorgehalten. Ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) ergänzt die Tätigkeiten als Abschnittsleiter Rettungsdienst und wird vom ASB, DRK und MHD gestellt, ebenso wie unterstützende Kräfte aus dem Rettungsdienst als Schnelleinsatzgruppen (SEG Rett).

Materiell hält die Stadt Bonn über den Regelrettungsdienst hinaus Medikamente, Infusionen und Verbandmaterial für mind. 50 schwerverletzte Patienten ständig vor. Bei noch höheren Patientenzahlen werden die umliegenden Rettungsdienstträger (Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Euskirchen, Stadt Köln) im Rahmen eines festen Kooperationskonzeptes um Unterstützung gebeten.

 

Fort- und Weiterbildung

Alle zwei Monate finden Fortbildungsveranstaltungen und Fallkonferenzen für die im Notarztdienst eingebundenen Ärzte/-innen statt sowie zweimal jährlich in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Nordrhein der 80-stündige Kursus zur Erlangung des "Fachkundenachweises Rettungsdienst" bzw. der „Zusatzbezeichnung Notfallmedizin“ unter der Leitung von Dr. A. Bartsch und Dr. U. Heister.

 

Forschung und Studien

Neben der täglichen Patientenversorgung wurden zahlreiche Untersuchungen und Studien in der präklinischen Notfallmedizin, teilweise im Rahmen von Dissertationen, durchgeführt. Aus den Forschungsschwerpunkten der kardiopulmonalen Reanimation (Prof. Fischer, Dr. Breil, Dr. Schewe, Dr. Heister) gingen zahlreiche international anerkannte Publikationen, Übersichtsarbeiten sowie Fallberichte hervor:
•    Rettungsdienstsysteme im internationalen Vergleich (EED-Studie)
•    Inzidenz und Therapie bei Erstmanifestation von cerebralen Krampfanfällen
•    Hypothermie nach CPR (multizentrische HACA-Studie)
•    Small-volume-resuscitation / Einsatz von Hyper-HAES bei der CPR
•    CPR-Unterstützung durch mechanische Kompressionssysteme (Zoll Autopulse®)
•    Transport unter CPR mit mechanischen Kompressionssystemen

 

Lehre und Angebote für Studenten/-innen

Über das Zentrum für Rettungs- und Notfallmedizin wird ein Praxistag für interessierte Studentinnen und Studenten im Notarztdienst der Stadt Bonn angeboten. Im Rahmen der Berufsfelderkundung sollen die angehenden Mediziner/-innen die Möglichkeit bekommen, Einblicke in verschiedene Bereiche der Notfallmedizin zu erhalten. Ergänzend zu dem Praxistag im Rettungsdienst wird ebenfalls angeboten, einen Tag im Interdisziplinären Notfallzentrum (INZ) im UKB zu hospitieren. Es geht bei diesen Praxistagen um die Gewinnung von Eindrücken im Einsatzdienst, in der Notfallmedizin und im Arbeitsalltag eines großen interdisziplinären Notfallzentrums an einer Klinik der Maximalversorgung.
Interessierte Studenten/-innen können die Praxistage über das SkillsLab der Universität Bonn buchen und erhalten von dort eine Bestätigungsmail. Diese geht mit namentlicher Nennung des Studenten in Kopie an die jeweiligen Oberärzte der beiden Notarztstandorte und an das INZ, so dass bekannt ist, wer kommt und welche Tage belegt sind. In Abstimmung mit den Semesterplänen wird dieses bis auf weiteres immer mittwochs sein.

Informationsblatt „Praxistag für Studenten/-innen im Notarztdienst der Bundesstadt Bonn
Vordruck „Haftungsausschlusserklärung/Datenschutz/Schweigepflicht“

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